Kloster Gronau wurde um 1130 als Hauskloster der Grafen von Katzenelnbogen gegründet, wie eine Urkunde dies 1326 ausweist, und gehörte dem Benediktinerorden an. Es fiel nach dem Aussterben der  Katzenelnbogener Grafen an die Landgrafen von Hessen. Mit der Einführung der Reformation durch  Philipp den Großmütigen erfolgte 1537 die Auflösung des Klosters. 1542 wurde es in ein Hohes Hospital für Männer umgewandelt, wobei der Abt und einige Mönche des Klosters auf den Ehrenthaler Gutshof flohen, der auf Kurtrierer Hoheitsgebiet lag. Dabei nahm er wertvollen Schmuck, die heute in Ehrenbreitstein aufbewahrte Sebastians-Reliquie und sicherlich auch einige Urkunden mit. So existierte neben dem Hospital Gronau bis 1553 noch das alte Kloster parallel, bis der letzte Abt einsehen musste, dass eine Rückkehr nach Gronau aussichtslos war.  Das Hospital wurde im Dreißigjährigen Krieg so stark beschädigt, dass der Betrieb ab 1636 eingestellt  werden musste. Die Ländereien wurden weiterhin von einem Hospitalsvogt aus der Familie Grimmel  verwaltet und die Einkünfte nach Haina an die Gesamtverwaltung der Samthospitäler geschickt,  wo sie der Unterstützung der Hospitäler Haina, Merxhausen und Hofheim dienten. Während die Urkunden der Klosterzeit bis auf wenige Reste verschollen sind, haben sich aus der  Hospitalszeit große Mengen an Archivalien erhalten, die sich heute im Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden (HHStA), in den Hessischen Staatsarchiven Marburg und Darmstadt (HStA) und vor allem im Archiv des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen in Haina befinden. Besonders wichtig für die  Rekonstruktion der Gronauer, aber auch Brunnenburger Klosterbesitzungen ist das Salbuch von 1584, das im Fürstlich Wiedischen Archiv (FWA) in Neuwied aufbewahrt wird. Diese Edition ist noch in Planung, wenn auch hierfür schon das Quellenmaterial fast vollständig als Digitalisat vorliegt. 
  © Michael Mucha 2018
Quellen zur Geschichte des Einrichs