Die Ruinen des Klosters Brunnenburg liegen etwas abseits des Lahnwanderweges in der Gemarkung von Bremberg. Der genaue Entstehungszeitpunkt ist ungeklärt, muss jedoch kurz nach 1200 durch die Nichte Gisela des Arnsteiner Klostergründers Ludwig III. von Arnstein erfolgt sein, wie dies der Arnsteiner Nekrolog nennt. Die Ordenszugehörigkeit des eigenständigen Nonnenklosters war nach der Aufhebung, die 1542 erfolgte, über die Jahrhunderte in Vergessenheit geraten. Die Zugehörigkeit zum Benediktinerorden wies erst Dr. Bruno Krings mit  seinem Aufsatz in den Nassauischen Annalen 1974 überzeugend nach, nachdem man zuvor durch die engen Beziehungen mit Arnstein von einer Zugehörigkeit zum Prämonstratenserorden ausgegangen war. Das eigene Archiv des Klosters fiel nach 1542 wie der gesamte Besitz an das Samthospital  Gronau und ist bis auf wenige Einzelstücke verschollen. Wenn auch die Gesamtzahl der schriftlichen Quellen gering bleibt, lassen sich aus unterschiedlichen Beständen Brunnenburger Archivalien zusammentragen, die in der geplanten Edition möglichst vollständig dargeboten werden sollen.  So arbeite ich seit mehreren Jahren daran, alle Dokumente wie (Empfänger-)Urkunden, Rechnungen, Gerichtsbücher und sonstige Archivalien zusammenzutragen, die einen Bezug zu Brunnenburg enthalten. In einem ersten Band (Quellen zur Geschichte des ehemaligen Klosters Brunnenburg.  Band I. Vom Beginn bis zur Aufhebung 1542) sollen die schon bisher bekannten Quellen, aber  auch Neuentdeckungen als Transkription und neuhochdeutsche Übertragung einem breiten  Publikum zugänglich gemacht werden. Zur kritischen Überprüfung meiner Arbeit ist die  möglichst vollständige Beifügung der Archivalien als Farbreproduktionen geplant. Kartenmaterial, eigene Fotoaufnahmen und Zeichnungen sollen dabei die Anschaulichkeit erhöhen.   Die Besitzverhältnisse des Klosters Brunnenburg lassen sich großteils nur rekonstruieren über  Archivalien des Hohen Samthospitals Gronau, das Brunnenburg nach dessen Auflösung beerbt hat.  Deshalb enthält Band II (Quellen zur Geschichte des ehemaligen Klosters Brunnenburg. Band II.  Gronau als Erbe der Relikte Brunnenburgs bis 1803) alles auffindbare Material dieses  Zeitabschnittes. Besonders im Archiv des Klosters/ Hospitals Haina bin ich  auf große Mengen von noch unverzeichneten Archivalien hierzu gestoßen.   Bei der Abwicklung und Privatisierung des Hospitals Gronau kurz nach 1803 haben sich viele  Unterlagen erhalten, die wertvolle Rückschlüsse auf Brunnenburger Besitz enthalten. Diese sind in Band III (Quellen zur Geschichte des ehemaligen Klosters Brunnenburg. Band III. Von 1803  bis zur Gegenwart) enthalten.  Eine ausführliche Monographie über das Kloster Brunnenburg auf Grundlage der zuvor  erarbeiteten Quellenbände vervollständigt diese Reihe. So soll u.a. möglichst der gesamte  Brunnenburger Besitz rekonstruiert und möglichst konkret verortet werden. Weitere Themen  sind neue Erkenntnisse zum Ende des Klosters.   Neben der Veröffentlichung des Materials in Buchform, wobei jeder Band ca. 700 Seiten  umfassen wird, ist eine digitale Version als CD angedacht, die eine schnelle Recherche am  Computer zulässt.
  © Michael Mucha 2018
Quellen zur Geschichte des Einrichs